Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)
Beschwerden des Bewegungsapparates führen bei vielen Patienten zu chronischen Schmerzen, die dringend behandelt werden müssen. Oft entstehen die Schmerzen durch Verkalkungen in den Weichteilen, wie etwa im Schultergelenk oder im Ellenbogen (Tennisarm). Um diese Erkrankungen zu behandeln, eignet sich die sogenannte extrakorporale (außerhalb des Körpers) Stoßwellentherapie. Bekannt ist sie vielen vor allem als konservative Behandlungsmethode zur Zerkleinerung von Nieren- oder Gallensteinen.
Die Stoßwelle kann entsprechend der Erkrankung eingestellt werden
Man unterscheidet zwei Arten der Stoßwellentherapie. Die hoch energetische oder fokussierte Form und die niedrig energetische Form, radiale Stoßwellentherapie (EMS) genannt. Mit ihnen werden Erkrankungen wie Kalkschulter, Schultersteife, Fersensporn, gelenknahe Verkalkungen und chronische Sehnenansatzbeschwerden, wie Tennis- oder Golferarm, behandelt. Je nach Indikation wird entweder die radiale oder die fokussierte Stoßwelle angewendet. Für die radiale Stoßwelle verwenden wir den Swiss Dolor Clast® von Electro Medical Systems.
Bei der fokussierten Stoßwelle ist vorteilhaft, dass sie im Allgemeinen eine höhere Intensität am Wirkungsort entfaltet und daher schneller wirkt. Darüber hinaus ermöglicht das von uns verwendete Gerät (Piezon der Fa. Wolff) das Aufspüren von Triggerpunkten, kann also zur Diagnostik und Therapie eingesetzt werden.
Die Stoßwellen regen die Durchblutung an, was zu vermehrter Stoffwechseltätigkeit führt und Kalkablagerungen auflösen bzw. die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren kann. Ein neueres Anwendungsgebiet ist darüber hinaus die positive Beeinflussung von Wundheilungsstörungen, z. B. bei Diabetikern oder Brandverletzten.
Ca. einmal die Woche wird behandelt
Eine Sitzung dauert bis circa 15 Minuten und wird je nach Schwere der Erkrankung bis zu fünfmal wiederholt. Die Sitzungen erfolgen im Abstand von einer Woche bis zu zehn Tagen. Die Kosten der ESWT werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht getragen. Als Ergänzung empfehlen wir physiotherapeutische Übungsprogramme, um die Muskelfunktionalität zu fördern.
Die ESWT eignet sich zur Therapie bei:
- Sehnenansatzbeschwerden (Tennis-, Golfer- und Mausarm)
- Kniescheibenschmerzen (Patellaspitzensyndrom)
- Fersensporn, Achillessehnenreizung
- Kalkschulter
- Wundheilungsstörungen