Fusionsoperation an der Lendenwirbelsäule
Verletzungen, Tumorleiden aber auch degenerative Prozesse können zu Instabilitäten der Wirbelsäule führen, wodurch es möglicherweise zu Beeinträchtigungen in der Beweglichkeit oder auch zu starken Schmerzen kommen kann. Viele Patienten berichten von dumpfen, drückenden Schmerzen, so als ob ihnen der "Rücken durchbrechen" würde. Um diese zu beheben, kann unter Umständen eine Fusionsoperation der betroffenen Wirbel notwendig werden.
Die Wirbel werden mit dem B-TWIN-Implantat aufgerichtet
Um eine Stabilisierung der Wirbel, man spricht auch von Ebenen, zu erreichen, wird zunächst die Bandscheibe komplett entfernt (Diskektomie). Der entstandene Wirbelzwischenraum wird präpariert und anschließend werden nacheinander die B-TWIN-Implantate eingebracht. Die Implantate liegen nebeneinander, so dass die Wirbel großflächig gestützt werden. Das einzelne Implantat hat die Form eines Trapezes, um der Lordose (bauchwärts gerichtete Krümmung der Wirbelsäule) der Wirbelsäule zu entsprechen, und ist in unterschiedlichen Größen verfügbar. Das Besondere: Das Implantat wird erst aufgespreizt (expandiert), wenn es sich im Wirbelzwischenraum befindet. Im Ausgangszustand ist es nur 5 mm flach, implantiert kann es jedoch bis zu einem Durchmesser von 15 mm aufgespreizt werden. Durch die vielen Kontakte zur Knochenoberfläche wird eine hohe Verankerung der beteiligten Wirbel erreicht. Falls für die Stabilisierung nötig, kann zusätzlich körpereigenes Knochentransplantat oder anderes Biomaterial mit eingebracht werden.
Schnelle Genesung und kleine Narben sind das Ziel
Bereits am Abend nach der OP können Sie in der Regel wieder aufstehen. Durch die minimalinvasive Operationstechnik wird das mögliche Infektionsrisiko gering gehalten und Bänder und Wirbelgelenke bleiben unbeschädigt. Durch die kleinen Schnitte behalten Sie nur kleine Narben zurück, was die anschließende Genesung stark beschleunigt. Insgesamt dauert der Klinikaufenthalt fünf Tage.
Mögliche Indikationen für eine Fusionsoperation:
- Verschleiß der Bandscheiben
- Instabilität nach vorhergegangenen Bandscheibenoperationen
- Tumorerkrankungen
- Wirbelgleiten.

Postoperativ
(nach der Expansion)

B-TWIN vor der Expansion

B-TWIN nach der Expansion