Homotoxikologie
Als Weiterentwicklung der Homöopathie und Bindeglied zur Schulmedizin verstand der Mediziner Dr. Hans-Heinrich Reckeweg seine in den 40er Jahren entwickelte Lehre von der Homotoxikologie. Seine These: Der Körper reichert aus seiner Umwelt, z. B. über Nahrung und Luft, oder aus den eigenen Stoffwechselvorgängen, beständig Giftstoffe an. Um gesund zu bleiben, muss der Körper die anfallenden Giftstoffe auch wieder ausscheiden. Fallen jedoch zu viele Giftstoffe an, kann dieses Gleichgewicht gestört werden und die körpereigene Abwehr wird geschwächt - eine Krankheit bricht aus. Die Giftstoffe bezeichnete Reckeweg als Homotoxine (Homo = Mensch und Toxine = Gifte), ihre Gegenspieler, die einer Entgiftung entgegenwirken, als Antihomotoxine.
Der Körper durchläuft sechs Phasen
Wirkt ein Gift längere Zeit im Körper äußert sich dieser Verlauf in sechs verschiedenen Phasen, die nicht zwangsläufig hintereinander ablaufen müssen. In Phase 1 versucht der Körper durch Schnupfen, Durchfall oder Erbrechen die Giftstoffe auszuschwemmen. Phase 2 ist gekennzeichnet von Entzündungen, die sich durch eine akute Bronchitis, Eiter oder Hautausschlag äußern können. Phase 3 führt zur Ablagerung der Gifte im Körper, als ein Symptom nennt der Mediziner die Arteriosklerose. Diese ersten drei Phasen bedeuten an sich noch keine Krankheit, sondern werden lediglich als Vorstufen betrachtet. Erst ab Phase 4 tritt eine Schädigung (Imprägnation) der Körperzellen ein, die mit einer Beeinträchtigung ihrer Funktionen einhergeht. Ein Anzeichen hierfür soll zum Beispiel die Migräne sein. Phase 5 ist geprägt durch feststellbare Veränderungen (Degeneration) des Blutbildes und Phase 6 ist erkennbar durch die Neubildung (Neoplasma), etwa von Tumoren.
Der Körper soll entgiftet werden
Um den Körper wieder gesunden zu lassen, muss er entgiftet werden. Hierbei werden Antihomotoxine eingesetzt, die nach den homöopathischen Grundsätzen angefertigt werden. Verwendet werden vor allem Kombipräparate niedriger bis mittlerer Potenz, bei chronischen Krankheiten so genannte Homaccord-Präparate.