Ozontherapie
Bereits seit über 40 Jahren findet die Ozontherapie Anwendung in der Orthopädie und der Allgemeinmedizin. Basis der Behandlung ist das Gas O3, welches aus drei Sauerstoffatomen (O) besteht. Daher wird das Ozon in der Medizin auch als Aktivsauerstoff bezeichnet. Zunächst wurden Inhalationsanwendungen angeboten, doch in zu hohen Konzentrationen kann das Gas toxisch wirken. Die Entwicklung schritt jedoch rasch fort, so dass heute moderne medizinische Techniken angeboten werden, um Patienten mit Ozon zu behandeln. Therapiert werden können Personen, die z. B. an entzündlichen und verschleißbedingten Gelenkerkrankungen, allgemeinen Infekten, allgemeinen Durchblutungsstörungen oder auch Gelenkrheumatismus leiden.
Ozon wirkt entzündungshemmend
Es ist schon lange bekannt, dass Ozon Bakterien, Viren und auch Pilze abtöten kann. Im menschlichen Körper bewirkt es darüber hinaus eine erhöhte Durchblutung und eine Regeneration des Stoffwechsels.
Hergestellt werden kann das Ozon durch die Entlandung von Hochspannungsröhren in einem entsprechenden Gerät. Das Ergebnis ist medizinisches Ozon, das zu 99,9 Prozent aus reinem Sauerstoff besteht. Es gibt verschieden Methoden, um das Ozon zu verabreichen. Die wichtigsten sind Injektionen:
- intramuskulär
- intraartikulär, d. h. in das Gelenk
- intravenös.
Das Ozon wird dabei als Eigenblutbehandlung verwendet:
- kleine Eigenblutbehandlung: Etwa 5 bis 10 ml Venenblut werden mit Ozon gemischt und danach intramuskulär zurückgespritzt.
- große Eigenblutbehandlung: Etwa 60 bis 80 ml Venenblut werden entnommen und in eine Vakuumflasche gefüllt. Eine dosierte Menge Ozon wird beigefügt und anschließend in eine Vene zurückgeleitet.
Bei folgenden Erkrankungen setzen wir die Ozontherapie ein:
- entzündliche und verschleißbedingte Gelenkerkrankungen
- Überlastungsschäden von Muskeln und Sehnen
- Nervenschmerzen, z. B. bei Bandscheibenvorfällen
- Gelenkrheumatismus
- Antriebsschwäche und Niedergeschlagenheit
- Infektanfälligkeit
- allgemeine Durchblutungsstörung.
Die Kosten der Ozontherapie werden nicht von den gesetzlichen Kassen getragen. In der Regel belaufen sich die Kosten pro Behandlung je nach Verfahren auf 20 bis 65 €; mehrmalige Behandlungen sind nötig.