Schmerzen der Lendenwirbelsäule

Schmerzen in der Lendenwirbelsäule

Die Lendenwirbelsäule ist der untere Teil der Wirbelsäule, der aus fünf beweglichen Lendenwirbeln besteht. Schmerzen der Lendenwirbelsäule können stumpf und drückend oder auch stechend sein und strahlen teilweise bis in die Beine aus.

Zahlreiche Personen sind von Rückenschmerzen in diesem Bereich betroffen. Begünstigt werden Schmerzen durch Bewegungsmangel oder auch durch eine falsche Sitz- oder Körperhaltung. Wenn es bereits zu degenerativen Veränderungen gekommen ist, können die Wirbelgelenke und auch die Nervenaustrittslöcher (Neuroforamina) betroffen sein.

Unklare Beschwerden müssen abgeklärt werden

Manche Schmerzen sind kurzzeitigen Belastungen zuzuordnen und können innerhalb knapper Zeit auskuriert werden. So führt eine ungewohnte, belastende Tätigkeit, wie z. B. ein Wohnungsumzug, zu Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, da dieser Teil besonders durch schweres Heben und häufiges Bücken in Anspruch genommen ist. Mit der nachlassenden Belastung und Erholung über Nacht lässt der Schmerz bei den meisten bereits nach und es bleibt allenfalls für einige Tage ein kleiner Muskelkater bestehen. Wenn Schmerzen jedoch länger anhalten, sie ungewöhnlich stark erscheinen oder die Bewegung stark eingeschränkt ist, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Erkrankungen der Lendenwirbelsäule:

Hexenschuss:
Ein Hexenschuss trifft einen plötzlich und unvermutet - man verspürt einen stechenden Schmerz im Kreuz, oft nach einer gewöhnlichen Bewegung wie Heben, Bücken oder Aufrichten. Dabei strahlt der Schmerz nicht in die Beine aus. Ein Bandscheibenvorfall als Grund für einen Hexenschuss ist extrem selten.
Bandscheibenvorfall:
Ein Bandscheibenvorfall ist gekennzeichnet durch starke, bis in die Beine ausstrahlende Schmerzen, so genannte Ischialgien, eventuell verbunden mit Missempfindungen (Kribbeln, Brennen) oder Taubheitsgefühlen der Beine, z. B. der Fußheber und -senker. Eine sofortige Maßnahme ist nötig bei auftretenden Störungen der Harnblasen- und Mastdarmfunktion.
Degenerative Veränderung der Lendenwirbel und Facettensyndrom (Spondylarthrose)
Im Laufe unseres Lebens nutzen sich die Lendenwirbel langsam ab. Die Bandscheiben verlieren ihre Elastizität, so dass die Höhe der Zwischenwirbelräume abnimmt und benachbarte Wirbel sich immer näher kommen. Dies kann zu schmerzhaften Veränderungen führen, bis die Knochen schließlich aneinanderreiben.
Das Nachlassen der Bandscheibenelastizität setzt bereits ab dem dreißigsten Lebensjahr ein und ist für sich genommen keine Krankheit. Wird die Instabilität insgesamt jedoch so groß, dass sich auch die kleinen Facettengelenke berühren, kann dies zu starken Schmerzen führen, wobei nicht selten auch die durch die Neuroforamina laufenden Nervenstränge betroffen sind.