Vertebroplastie / Kyphoplastie

Kyphoplastie und Vertebroplastie

Kyphoplastie und Vertebroplastie sind minimalinvasive Verfahren zur Schmerzlinderung bei Wirbelkörperbrüchen der Brust- und Lendenwirbelsäule, d. h. sie werden nicht an der Halswirbelsäule eingesetzt. Kompressionsfrakturen bei Osteoporosepatienten können damit behandelt werden, ebenso osteolytische (d. h. knochenabbauende) Metastasen in den einzelnen Wirbelkörpern. Ziel der Behandlungen ist es, die zusammengesunkenen Wirbelkörper wieder aufzurichten, wodurch Schmerzen gelindert werden und die Stabilität der Wirbelsäule wiederhergestellt wird. Krümmungen, wie sie z. B. beim so genannten Witwenbuckel entstehen, werden so gemildert bzw. aufgehoben. Beide Verfahren verwenden biologischen Knochenzement, der in den betroffenen Wirbelkörper gespritzt wird. Die Techniken variieren jedoch.

Die Kyphoplastie wird seit mehr als 20 Jahren angewandt

Ein gebrochener Wirbelkörper kann starke Schmerzen verursachen, wobei besonders die den Wirbel umgebende Knochenhaut ständigen Reizungen unterliegt. Eine Kyphoplastie eignet sich deshalb für Patienten, deren Schmerzen sicher auf den gebrochenen Wirbelkörper zurückgeführt werden können.

Der Eingriff selbst wird unter Vollnarkose und Röntgensichtkontrolle vorgenommen. Dabei wird zunächst mittels eines Ballonkatheters ein Hohlraum im Wirbelkörper geschaffen. Aufgepumpt wird er mit einer im Röntgenbild gut sichtbaren Flüssigkeit, um seine Ausmaße genau definieren zu können. Anschließend wird die Flüssigkeit wieder abgelassen, wobei der Hohlraum bestehen bleibt, da der Patient auf dem Bauch liegt. In den so geschaffenen Hohlraum wird dann mit einer Spritze der Knochenzement eingefüllt, wo er dann aushärtet.

Plexiglas für den Knochen: die Vertebroplastie

Bei diesem Verfahren, das zumeist unter Lokalanästhesie erfolgt, wird der Zement, meist Kunststoff wie das Polymethylmetacrylat (Plexiglas), unter hohem Druck direkt in den gebrochenen Wirbel gespritzt, wo sich der Knochenzement quasi in die durch den Bruch entstandenen Aushöhlungen "hineingräbt". Aus diesem Grund muss der verwendete Knochenzement auch wesentlich dünnflüssiger sein als bei der Kyphoplastie. Die Behandlung kann insgesamt als fast schmerzfrei angesehen werden. Der gespritzte Zement härtet rasch aus und ermöglicht so die Stabilisierung des geschädigten Wirbels, was für den Patienten mit einer Schmerzlinderung verbunden ist.

Folgende Erkrankungen können mit der Kyphoplastie/Vertebroplastie behandelt werden: